Der Blick über den Walensee ist einzigartig. Die Schwestern der Schönstatt-Bewegung können sich über Weitblick nicht beklagen. Und genau mit diesem möchten die 42 Marienschwestern in der Schweiz ihre Zukunft planen. Zunächst heisst es aber: feiern. Am 12. und 13. September laden die Schönstätter Marienschwestern zum grossen Jubiläumsfest in Quarten ein. Einerseits feiern sie zusammen mit der Schönstatt-Bewegung das 100-jährige Bestehen der internationalen Schwesterngemeinschaft, andererseits das 50-Jahr-Jubiläum des Seminarzentrums Neu-Schönstatt in Quarten.
Am Samstag des Jubiläumsanlasses wird Bischof Beat im Rahmen der Lichtfeier um 19.30 Uhr eine Ansprache halten, am Sonntag gibt es um 10 Uhr einen Festgottesdienst mit dem emeritierten Bischof Markus Büchel, bevor zu einem Fest der Begegnung geladen wird. Dort erhalten Interessierte unter anderem einen Einblick hinter die Kulissen. Eingeladen ist die ganze Öffentlichkeit, ob Gläubige, Neugierige, Wanderer und Walensee-Fans, alte Bekannte und Menschen, die diesen Ort noch gar nicht kennen.
Lernen, Prioritäten zu setzen
Es wird ein grosser Anlass für die Schwestern und die Schönstatt-Bewegung. «Ein Jubiläum ist auch immer ein Schritt in die Zukunft. Wir blicken voller Dankbarkeit zurück und voller Hoffnung in die Zukunft. Nicht zuletzt, weil wir in unserer 100-jährigen Geschichte so viele Male erlebt haben, dass Gott bei uns ist, dass er uns führt und dass Maria mit uns geht», sagt Schwester Florence, die seit 15 Jahren in der Gemeinschaft lebt. Aus diesem Grund haben die Schwestern das Jubiläum auch unter das Motto gestellt: «Maria – Licht unserer Hoffnung».
Über ihre Zukunft machen sich die Schönstätter Marienschwestern immer wieder Gedanken. Sie haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wie fast alle Ordensgemeinschaften im Bistum St.Gallen: Der Altersdurchschnitt in der Gemeinschaft ist hoch. Eintritte gibt es in Europa wenige. Doch international gesehen sind in den letzten zehn Jahren über 100 junge Frauen in die Gemeinschaft eingetreten. Eine Tatsache, die Zukunft und Hoffnung schenkt. «Hier in Europa dürfen wir im Moment lernen, Prioritäten zu setzen. Dazu gehört auch die ehrliche Frage an uns bezüglich unseres Auftrags und unserer Sendung. Wir wollen offen bleiben für den Plan, den Gott mit uns hat. Gleichzeitig versuchen wir, auf die Zeichen der Zeit zu hören und vertrauen darauf, dass Gott uns führt», so Schwester Florence. Heute zählt die internationale Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern 1500 Mitglieder aus 42 Ländern. Tätig sind sie in 32 Ländern verteilt auf alle Kontinente. Die internationale Gemeinschaft ist bestens vernetzt, das Noviziat wird international verantwortet. Davon profitieren auch die Schwestern in Quarten.
Weitere Infos auf der Website der Schönstätter Marienschwestern: https://www.schoenstaetter-marienschwestern.ch/
Zwecks Planung wird um eine Anmeldung zum Jubiläumsfest gebeten. Kurzentschlossene sind herzlich willkommen.


