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Bistumleitung

Abteilung Schutz und Prävention

Bistum_Schutz_und_Praevention.jpeg

Das Schutz- und Präventionskonzept für die seelische, geistige und körperliche Integrität der Menschen im Bereich des Bistums St.Gallen setzt voraus und fördert zugleich eine Kultur der Achtsamkeit. Jenseits von konkreten Einzelmassnahmen geht es um die Verankerung und Pflege einer achtsamen Grundhaltung im Umgang mit sich selbst und miteinander, mit Kindern und jungen Menschen, mit Angestellten und Freiwilligen. Um eine sichere Umgebung aufzubauen und für die Würde und Rechte der anderen feinfühliger zu werden, bedarf es gemeinsamer Regeln, es braucht Fachwissen und Feedbackkultur, Hinsehen und nicht Wegschauen, Handlungsfähigkeit und Zivilcourage.

Download Schutzkonzept

Übersicht Anlaufstellen

Download Meldeschema

 

Ein sicheres Umfeld schaffen


Einführung in das neue Schutzkonzept und die Vorbereitung auf die Publikation der Hauptstudie

Ab dem 1. August wird das überarbeitete Schutzkonzept in der neuen dualen Verankerung umgesetzt.
Mit der neuen Struktur stärkt die Kirche im Bistum St.Gallen den Schutz vor Grenzverletzungen und sexualisierter sowie spiritueller Gewalt und schafft Anlaufstellen für Betroffene, Angehörige und Ratsuchende. An vier Veranstaltungen wird die neue Struktur verständlich und anschaulich anhand von Fallbeispielen vorgestellt. Sie erfahren, an wen Sie sich bei Betroffenheit, einem Verdacht oder mit Ihren Fragen vertrauensvoll wenden können.
Ebenso wird an diesen Abenden über die Vorbereitungen im Bistum St. Gallen auf die Publikation der Hauptstudie im Februar 2027 informiert.
Herzliche Einladung, sich zu informieren und gemeinsam Verantwortung für eine sichere und achtsame Kirche zu übernehmen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Nachfolgend die Daten der Infoanlässe, zu denen alle Mitarbeitenden, Rätinnen und Räte, freiwillig Engagierten und Interessierten eingeladen sind. Es ist eine Anmeldung erforderlich.

  • Dienstag, 18. August 2026, 19.00 Uhr, im Pfarreiheim in Wil
  • Montag, 31. August 2026, 19.00 Uhr, im Pfarreiheim in Teufen
  • Dienstag, 8. September 2026, 19.00 Uhr, im Pfarreiheim in Jona
  • Donnerstag, 10. September 2026, 19.00 Uhr, im Pfarreiheim in Buchs
     

Zur Anmeldung

Online-Information «Schutz und Prävention im Bistum St.Gallen»


Die Publikation der Pilotstudie zur Geschichte sexuellen Missbrauch im Umfeld der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz im Herbst 2023 löste viel Unruhe und Enttäuschung aus. Es zeigt sich auch, dass ein grosser Respekt, wenn nicht Angst vor der Publikation der Hauptstudie im Jahre 2027 spürbar ist. Um dieser Unsicherheit entgegenzuwirken, bei der Publikation der Hauptstudie gut vorbereitet zu sein und die Möglichkeit zu haben, schnell und unkompliziert Neuigkeiten in diesem Bereich weiter zugeben, findet eine regelmässige Informations- und Austauschplattform statt.

Mitarbeitende, Räte und freiwillig Engagierte im Bistum St. Gallen erhalten regelmässig und unkompliziert Informationen in der Thematik Missbrauch in der Katholischen Kirche und dessen Prävention.

Diese Information findet online mit vorgängiger Traktandenliste statt und dauert zu Beginn maximal 1 Stunde. Gleichzeitig wird ein Padlet eingerichtet, auf dem die Traktandenliste sichtbar ist und Fragen vorgängig eingegeben werden können.
Im Jahr 2026 finden die Online-Informationen an den folgenden Daten statt:

  • 22. September 2026 um 11.00 und 19.00 Uhr
  • 03. November 2026 um 11.00 und 19.00 Uhr

Der Link dazu: www.bistum-stgallen.ch/schutzundprävention/online

Unter diesem Link sind alle Präsentationen aufgeschaltet: www.bistum-stgallen.ch/schutzundprävention/Padlet

Weiterbildungen zum Schutzkonzept


Präventionskurs für Mitarbeitende


Alle Mitarbeitenden im Bistum St. Gallen sind verpflichtet, eine Weiterbildung zur Sensibilisierung der gesunden Nähe und der professionellen Distanz zu besuchen.

Zweimal jährlich findet die Weiterbildung zum Schutzkonzept statt.
Die nächsten Daten und Orte:

  • Freitag, 6. November 2026, 08:30 bis 13:00 Uhr, Uznach · Ausschreibung 2026

Zur Anmeldung
 

Präventionskurs für Freiwillige


Jedes freiwillige Engagement verdient Anerkennung und Wertschätzung. Die Verantwortlichen für Schutz und Prävention des Bistums St. Gallen begleiten und unterstützen Freiwillige bei ihrer Arbeit. Sie bieten einen Halbtageskurs auf Abruf für Freiwilligengruppen in den Pfarreien an.

Präventionskurs für Freiwillige – ein Angebot auf Abruf

Anlaufstellen bei erlebter oder beobachteter Gewalt
Betroffene und Opfer

Wenn Sie sexuelle Übergriffe und/oder Grenzverletzungen erleben oder erlebt haben von einer in der Kirche angestellten oder freiwillig tätigen Person, dann wagen Sie, das Schweigen zu brechen.
Melden Sie sich bei der unabhängigen Opferhilfestelle.

Kirchenintern steht Ihnen die Meldestelle oder die Seelsorge für Betroffene zur Verfügung. Das gilt auch bei Missbrauch spiritueller Macht.

Der wichtigste und zentrale Punkt ist, dass die Übergriffe aufhören!

Wenn Sie sexuelle Übergriffe als Kind erlebt haben, wagen Sie es dennoch, sich zu melden. Die Erfahrung zeigt, dass ein Deponieren «an der richtigen Stelle» als wichtig und entlastend erlebt wird. Ebenso besteht die Möglichkeit mit Unterstützung der Opferhilfestelle oder der kirchlichen Meldestelle, einen Antrag für Genugtuung an die dafür eingesetzte Kommission der Bischofskonferenz zu stellen.

 

Freiwillige

Sie engagieren sich freiwillig für eine lebendige Pfarrei oder helfen in der Kirche in einer Gruppe oder bei einer Aktion mit. Dabei erleben oder erlebten Sie sexuelle Übergriffe, Grenzverletzungen körperlicher oder verbaler Art, fühlen sich in Ihrer Person in Frage gestellt oder nicht ernst genommen. Sie spüren oder erleben, dass Sie die ungute und belastende Situation nicht selber beenden können oder wollen und suchen sich Unterstützung.

Melden Sie sich bei der unabhängigen Opferhilfestelle.

Kirchenintern steht Ihnen die Meldestelle oder die Seelsorge für Betroffene zur Verfügung.

Bei körperlicher oder psychischer Gewaltanwendung, bei einem verbalen Konflikt oder in einer Mobbingsituation melden Sie sich bitte bei den Ombudspersonen. Erfahrene Mediator/innen unterstützen Sie, den Konflikt zu beenden, zu regeln und zu verarbeiten. Die Fachpersonen begleiten Sie bei Bedarf auch zu einer passenden Fachstelle weiter.

 

Angestellte

Sie arbeiten im Bistum St.Gallen bzw. bei einer Institution des Katholischen Konfessionsteils und haben sich mit Ihrem Anstellungsvertrag verpflichtet das Schutzkonzept umzusetzen. Gerne unterstützt Sie die Abteilung Schutz und Prävention im Alltag rund um die Thematik Nähe und Distanz mit passenden Weiterbildungen und verschiedenen Fachstellen.

Wenn Sie selber Opfer von Gewalt oder Grenzverletzungen sind, steht Ihnen die Opferhilfe oder innerkirchlich die Meldestelle zur Verfügung. 
Bei Arbeitsplatzkonflikten oder vermuteten Mobbingsituationen sind die Ombudspersonen für Sie da.

Sollten Sie Grenzüberschreitungen seitens von Kolleginnen und Kollegen vermuten oder beobachten, wenden Sie sich an die Meldestelle. 

Sind ungute Gefühle noch gar nicht zu orten oder hinterlassen im Moment einfach Stress, Frust und Verunsicherung, steht allen in der Seelsorge Tätigen für eine Auslegeordnung oder ein persönliches Gespräch das Angebot Seelsorge für Personal in den Seelsorgeeinheiten (siehe Extranet) oder Seelsorge für Betroffene zur Verfügung.

 

Behörden und Räte

Sie tragen als Mitglied eines Rates oder einer Behörde besondere Verantwortung in Pfarrei und Kirchgemeinde. Dabei kann auch Ihnen ein Unrecht geschehen und Sie erleben Grenzverletzungen.

Holen Sie sich Hilfe und Unterstützung bei der Opferhilfe, kirchenintern bei der Meldestelle oder bei den Ombudspersonen.

Gleichzeitig tragen Sie eine Mitverantwortung, dass dem Schutz und der Integrität der Mitarbeitenden und Angehörigen Ihrer Pfarrei aber auch aller Gläubigen unseres Bistums Sorge getragen wird. Sie finden die Grundhaltung der Achtsamkeit und wichtige Informationen im «Schutz- und Präventionskonzept für die seelische, geistige und körperliche Integrität der Menschen im Bereich des Bistums St. Gallen».

Als Arbeitgeber tragen Sie eine besondere Verantwortung für die Umsetzung des Schutzkonzeptes. Machen Sie Nähe und Distanz zum Thema bei Anstellungs- und Mitarbeitendengesprächen und unterstützen Sie Ihre Angestellten bei Weiterbildungsmöglichkeiten. Fördern Sie eine Kultur, in der Nähe und Distanz thematisiert werden dürfen. Damit schaffen Sie die Möglichkeit, dass Grenzverletzungen angesprochen werden.

Für Ihre Unterstützung steht Ihnen die Abteilung Schutz und Prävention gerne zur Verfügung.

 

Bildung

Die Abteilung Schutz und Prävention unterstützt Arbeitgeber und Vorgesetzte in der Umsetzung des Schutzkonzepts. Sie ruft das Thema durch regelmässige Weiterbildungen in Erinnerung. Alle Berufsanfänger/innen im Bistum werden ins Schutzkonzept eingeführt.

Über den Newsletter Bildung werden die Angebote aufgeschaltet.

Für Freiwillige bieten wir einen eigenen - Ihren Bedürfnissen angepassten - Kurs an. Weitere Infos finden Sie hier: Präventionskurs für Freiwillige – ein Angebot auf Abruf

Online-Information zum Thema Schutz und Prävention im Bistum St.Gallen

Die Abteilung Schutz und Prävention im Bistum St.Gallen initiiert eine Informations- und Austauschplattform, auf der Mitarbeitende, Räte und freiwillig Engagierte im Bistum St.Gallen regelmässig und unkompliziert Informationen im Bereich der Thematik Missbrauch in der Katholischen Kirche und deren Prävention erhalten. Auf einem Padlet ist die Traktandenliste sichtbar und Fragen können vorgängig eingegeben werden.

Weitere Informationen

 

Schutzkonzept - Kommissionen - Dokumente

Aufsichtskommission

Die Aufsichtskommission setzt sich zusammen aus:
Cornelia Brändli, Administrationsrätin, Präsidentin der Kommission
Jürg Germann, Bischöflicher Kanzler
Franz Kreissl, Abteilung Schutz und Prävention
Hansjörg Ritter, Vertreter der Kirchgemeinden beider Appenzell
Markus Stäheli, Kirchgemeindeverband St. Gallen
Sebastian Wetter, Generalvikar

Fachgruppe Prävention

Die Fachgruppe Prävention setzt sich zusammen aus:
Franz Kreissl, Abteilung Schutz und Prävention, Präsidium
Dolores Waser Balmer, Präventionsbeauftragte
Ingrid Krucker, Regensamt
Damian Hefti, Personalamt
Damian Kaeser, Personalamt
Hildegard Aepli, Abt. Spiritualität und Bildung
Claudia Vetsch, Vertretung Bereich Jugend
Pius Gebert, Meldestelle
Sonja Gemeinder, Kirchgemeindeverband
Isabella Awad, Kommunikationbeauftragte

Dokumente

  • Schutzkonzept
  • Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz und der Vereinigung der Höhern Ordensobern der Schweiz „Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld“, 4. Auflage vom März 2019
  • Leitfaden Freiwilligenarbeit

Kontakt

Franz Kreissl
Abteilung Schutz und Prävention
Klosterhof 6b / Postfach 263
9001 St. Gallen

franz.kreissl[at]bistum-stgallen.ch
Tel: +41 71 227 33 71

Zusatzinfos Franz Kreissl

Jahrgang 1958, verheiratet, vier Kinder

  • Studium der Theologie in München und Freiburg i.Br. (Schwerpunkt: Christliche Gesellschaftslehre und Caritaswissenschaften)
  • Seit 1986 im Bistum St. Gallen
  • 1986 – 1991 Pastoralassistent in Diepoldsau
  • 1991 – 2003 Pastoralassistent im Seelsorgeverband Ebnat-Kappel / Neu St. Johann
  • 1992 – 2000 Rat der hauptamtlichen Laienseelsorgerinnen und Seelsorger (4 Jahre Präsident)
  • 1997 – 2001 Sekretär des diözesanen Projektes «He! Was glaubst du?»
  • 2001 – 2003 Mitarbeiter im Pastoralamt St. Gallen (20%)
  • 2000 – 2003 Pastoralpsychologische Beraterausbildung (Uni Graz)
  • 2003 – 2007 Seelsorger in der psychiatrischen Klinik und in den Heimstätten Wil
  • Juni 2006 Weihe zum Ständigen Diakon
  • 2007 - 2025 Leiter des Pastoralamtes und Mitglied des Ordinariatsrates

Dolores Waser Balmer
Präventionsbeauftragte
Klosterhof 6b
9000 St. Gallen

dolores.waser[at]bistum-stgallen.ch
Tel: +41 79 589 00 54

Zusatzinfos Dolores Waser Balmer

Jahrgang 1967, verheiratet 3 Kinder

Ausbildung als Pflegefachfrau am Ostschweizer Kinderspital St.Gallen, CAS Management für Führungsverantwortliche im Spital (2002), MAS Management Sozialer Dienstleistungen (Abschluss 2005), Grundkurs Systemische Interaktionstherapie SIT (Abschluss 2025)

1989 - 2002       Pflegefachfrau in der medizinischen Abteilung B-Ost am Ostschweizer Kinderspital St. Gallen
2002 - 2014       Bereichsleitung Schlupfhuus, Kinderschutzzentrum St. Gallen
2008 - 2022       Dozentin an der BZGS St. Gallen zu den Themen Kindesmisshandlung, Erziehung im Kontext verschiedener
                             Kulturen und Kommunikation mit Jugendlichen, Armut
2015 - 2017       Geschäftsführerin Kinderschutzzentrum St. Gallen und Bereichsleiterin Weiterbildung und Prävention
2018 - 2024       Leiterin der Fachstelle Diakonie des Bistums St.Gallen, Caritas St.Gallen-Appenzell, Stv Geschäftsleitung
seit 2016            Mitverantwortlich für die Umsetzung des Schutzkonzeptes zum Thema der körperlichen, psychischen und
                             sexuellen Integrität für die Menschen im Bistum St.Gallen,
                             seit 2025 Präventionsbeauftragte im Bistum St.Gallen
seit 2024            Präventionsbeauftragte im Bistum Chur


Weitere Tätigkeiten (Auszug)

1984 - 2000       Leiterin von Kinder- und Jugendlagern, Ausbildungskursen, Jugend+Sport-Expertin
seit 1994            Lektorin in der Pfarrei Riethüsli
2003 - 2011       Mitglied des Parlaments der katholischen Kirchgemeinde St. Gallen. Ratspräsidium im Jahre 2007
2016 - 2022       Ansprechperson der Fachgruppe gegen sexuelle Ausbeutung des Bistums St. Gallen – im Auftrag des Bischofs
seit 2016            Mitglied des Kollegiums des katholischen Konfessisonsteils des Kantons St. Gallen

Bistum St.Gallen
Klosterhof 6b / Postfach 263
CH-9001 St.Gallen
Telefon +41 71 227 33 40

Mail kanzlei[at]bistum-stgallen.ch

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