Elisabeth und Franz haben am 05.05.2005 ihre Freunde und Bekannten zu einem fröhlichen Maitanz nach Maria Dreibrunnen eingeladen – und alle überrascht: Die beiden hatten zuvor zivil geheiratet! In der Wallfahrtskirche erhielten sie anschliessend den Segen von Wallfahrtspriester Walter Gemperle.
Für Franz, der bereits einmal verheiratet war, war dieser Schritt nicht nur mutig, sondern befreiend und ein wichtiges Zeichen dafür, als Paar offiziell zueinander zu stehen.
Für Elisabeth war klar: «Wenn wir zusammenbleiben wollen, dann tun wir das mit einem kirchlichen Segen.» Franz war auf der Suche nach einer glaubwürdigen Lösung und fand in den Gesprächen mit Walter Gemperle Orientierung und Mut für einen Neuanfang.
Warum dieser Tag so besonders war
Für beide war es wichtig, ihre Verbindung nicht heimlich, sondern öffentlich zu leben und «Ja» vor Freunden, Patenkindern, Bekannten und vor Gott zu sagen.
Gleichzeitig war es ein Akt der Befreiung: Manche reagierten ablehnend, andere distanzierten sich sogar, weil Franz nochmals heiratete. Doch für Franz und Elisabeth war es ein Weg zu mehr Authentizität, Mut und Liebe.
Franz sagt heute: «Für mich war das Schönste, JA zu Elisabeth sagen zu können, nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern öffentlich.»
Und Elisabeth ist stolz darauf, dass Franz diesen Schritt trotz Widerständen gegangen ist.
Mittlerweile sind die beiden über 20 Jahre verheiratet. Bis heute kehren sie jedes Jahr an ihrem Hochzeitstag, dem 05.05., nach Maria Dreibrunnen zurück, um sich die Bedeutung dieses Schrittes bewusst zu halten. Vielleicht ist genau das ein Geheimnis ihrer langen, liebevollen Partnerschaft.
Videoporträts «Ja ich will»: In der Kirche heiraten
Dieses Video ist Teil einer Reihe von Videoporträts, präsentiert von der Interessengemeinschaft Paar- und Familienseelsorge der katholischen Kirche in der Deutschschweiz. Sie geben Paaren auf der Suche nach einer für sie passenden Hochzeitsform einen authentischen Einblick in kirchliche Hochzeiten und Segensfeiern. Alle Videos auf Youtube ansehen
Bischof Beat Grögli freut sich über die Porträts. «Sie zeigen auf, wie das Leben heute ist. Wenn Paare in verbindlicher Partnerschaft die Kirche um ihre Begleitung und um einen Segen für ihre Partnerschaft bitten, will die Kirche darauf konstruktiv-positiv reagieren.»