Am Sonntag, 31. Mai, wurde die Seelsorgeeinheit Gaster – als erste Seelsorgeeinheit im Bistum St.Gallen – mit dem Label «jugendfreundlich» ausgezeichnet. Die Anerkennung würdigt eine Jugendarbeit, die in den vergangenen Jahren konsequent aufgebaut wurde und heute sowohl konzeptionell als auch operativ gut aufgestellt ist. Sie zeigt, wie wirkungsvoll und nachhaltig kirchliche Jugendarbeit gestaltet werden kann. Die Grundlage dafür wurde in den letzten acht Jahren gelegt. Unter der Leitung von Jugendarbeiter Mirco Meier entstand eine vielfältige und breit vernetzte Jugendarbeit, die kontinuierlich entwickelt und verankert wurde. Die Auszeichnung bestätigt diese Entwicklung und unterstreicht die hohe Qualität der geleisteten Arbeit.
Ein Fundament für die Kirche der Zukunft
Die offizielle Übergabe des Labels erfolgte durch Verena Kaiser von der Fachstelle kirchliche Jugendarbeit des Bistums St. Gallen (DAJU). Für die Gestaltung der Feier zeichneten Mirco Meier sowie Johanna Harder, kirchliche Jugendarbeiterin in Ausbildung, verantwortlich. Der Anlass wurde musikalisch vom Kinder- und Jugendchor Zürichsee-Linth umrahmt. Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt war der Beitrag der Jugendarbeitenden selbst: Sie bauten mit grossen Lego-Steinen eine Pyramide, die sichtbar machte, worauf tragfähige Jugendarbeit beruht. Die einzelnen Bausteine standen für zentrale Handlungsfelder wie zum Beispiel die verbandliche Jugendarbeit, die offene kirchliche Jugendarbeit, die Zusammenarbeit im dualen System sowie die Vernetzung mit kirchlichen Fachstellen wie der akj Uznach und ökumenischen und politischen Partnern. Ergänzt wurde dieses Fundament durch grundlegende Haltungen wie Mut, Gleichberechtigung, Gemeinschaft, Vertrauen und ein offenes Ohr für die Anliegen junger Menschen.
An diesen Impuls schloss eine Fragerunde an, in der verschiedene Perspektiven auf die kirchliche Jugendarbeit zur Sprache kamen. Dabei wurden die Erfahrungen und Einschätzungen unterschiedlicher Partner und Unterstützender eingebracht. Teilgenommen haben Administrationsrätin Cornelia Brändli, Pastoralamtsleiter Roman Rieger, Gabi Corvi, Personalverantwortliche im Zweckverband der SE Gaster sowie Thomy Walker, Projektleiter Jugendarbeit Weesen – zusammen mit Mirco Meier und Johanna Harder.
Graffiti-Workshop für die Jungen
Passend zum Jahresmotto «DANK:BAR» waren alle Gäste eingeladen, einen Wimpel mit ihrem persönlichen Ausdruck von Dankbarkeit gegenüber der Jugendarbeit zu beschriften. Die Beiträge machten sichtbar, welchen Stellenwert die kirchliche Jugendarbeit in der Region bei jungen Menschen, Familien und Freiwilligen einnimmt. Auch die Jugendlichen selbst kamen nicht zu kurz: Beim Workshop mit Graffitikünstler Jimmy Köpfli konnten sie ihre Kreativität entfalten und den Festtag mitgestalten. Zum Ausklang der Feier lud der Pfarreirat Benken zu einem reichhaltigen Apéro ein. Dieser bot Gelegenheit für Begegnungen und Austausch.
Die Verleihung des Labels «jugendfreundlich» ist Anerkennung und Ansporn zugleich. Sie bestätigt die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre und bestärkt die Seelsorgeeinheit Gaster darin, den eingeschlagenen Weg einer lebendigen Jugendarbeit weiterzugehen – in einer Kirche, in der sich Jugendliche angenommen und bestärkt fühlen dürfen, sich zu entfalten und ihre Ideen in die Gemeinschaft einzubringen.






