Petra, du bist Sachbearbeiterin fürs Personal im Bistum St.Gallen – mit was beschäftigst du dich in deiner Arbeit?
Ich gehöre erst seit August zum Team. Seither beschäftige ich mich mit Personalthemen, die Dokumente brauchen, zum Beispiel bei einer Missio. Dabei erhält jemand eine Beauftragung vom Bischof. Bei Wechseln wird die Missio erneuert und es braucht eine Demission, dass der Bischof ebenfalls über den Wechsel informiert ist. Bei Neueinstellungen prüfe ich die Bewerbungsunterlagen auf Vollständigkeit, frage bei Unklarheiten nach, vereinbare Termine für Aufnahmegespräche und erstelle die Dokumente.
Was ist deine Lieblingsbeschäftigung ausserhalb deiner Arbeit?
Ich beschäftige mich viel mit den Themen Klima und Energie. Nebst dem Glauben liegen sie mir besonders am Herzen. Ein Historiker bezeichnete den Klimaschutz einmal als grösstes Friedensprojekt. Dem stimme ich zu. Die Themen Klima und Energie sind für mich untrennbar mit dem Glauben verbunden, weil es um Gerechtigkeit, Stabilität und letztlich um Frieden geht. Privat bin ich Mitglied in zwei Vereinen – einer Solargenossenschaft und der IG Energie. Unser Ziel ist es, diese Themen vermehrt auf den Tisch zu bringen.
Was nimmst du auf eine einsame Insel mit?
Andere Menschen. Ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Aus Materiellem mache ich mir nichts. Wenn ich etwas wählen müsste, dann etwas, dass mir das Überleben erleichtert. Und weil ich ja etwas zu essen brauche, würde ich etwas mitnehmen, mit dem ich Feuer machen könnte und einen Topf, um Wasser abzukochen. Und dann hoffe ich, dass es auf der Insel genug warm wäre, denn ich friere schnell.
Welche Superkraft würdest du gerne besitzen?
Eine, die zur besseren Verständigung zwischen den Menschen beiträgt. Die gleiche Sprache sprechen, verhindert keine Missverständnisse und Konflikte. Wenn wir uns besser verstehen würden, könnten wir besser aufeinander eingehen und so vielleicht mehr Verständnis füreinander aufbringen und Rücksicht aufeinander nehmen. Die Sprache ist dann nicht unbedingt eine gesprochene Sprache, sondern eine Herzenssprache.
Welche Geschichte aus der Bibel beeindruckt dich?
Da gibt es einige. Zum Beispiel die Geschichte des barmherzigen Samariters. Ich sehe es als unsere Pflicht, zu helfen, wenn jemand Hilfe braucht. Ich leiste gerne einen Beitrag, damit etwas in eine gute Richtung geht.
Für die Zukunft der Kirche wünsche ich mir…
... ich wünsche mir eine Kirche, die Heimat bedeutet für die Menschen. Eine Kirche, in der sich die Menschen zugehörig und angenommen fühlen. Und dass unsere Kirche eine Liebe lebt, die als Magnet wirkt und Menschen anzieht, weil sie sich verstanden fühlen.
Die Texte und Fotos für diese Porträts hat Fabio Brändle gemacht. Fabio ist während seines vierwöchigen Praktikums in der Kommunikationsabteilung des Bistums in den Ordinariatsalltag eingetaucht, hat die Mitarbeitenden kennengelernt und interviewt. Wir danken Fabio für seinen Einsatz und sein Interesse.
