Esther, du bist Sachbearbeiterin im Ordinariat – mit was beschäftigst du dich in deiner Arbeit?
Ich mache die Buchhaltung und arbeite in der Administration des Ordinariats. Dies zu 60 Prozent. Ich bin also hauptsächlich für die Finanzen des bischöflichen Ordinariats zuständig. Ich bearbeite etwa Spesenabrechnungen, kontrolliere Rechnungen, bezahle, erfasse und verbuche sie, zum Ende des Jahres mache ich den Jahresabschluss. Bei meinem Job habe ich mit jeder Person im Ordinariat zu tun. Einen Tag in der Woche mache ich die Vertretung von Nicole Schilling und beantworte hauptsächlich Telefonanrufe und empfange Gäste, die bei uns klingeln. Bis Ende März/Anfang April 2026 helfe ich zusätzlich als Sachbereiterin bei der Fachstelle Katechese und Religionsunterricht aus.
Was ist deine Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Ich lese sehr gerne. Ich mag Romane mit historischem Bezug mehr als dicke Sachbücher. Es darf ein wenig «locker, flockig» und «ring» zum Lesen sein. Und ich bin oft in der Natur unterwegs. Ich habe einen kleinen Garten mit Beeren, Gemüse, Obst. Dort verbringe ich gerne viel Zeit.
Was nimmst du auf eine einsame Insel mit?
Ein Buch und eine «Lismete». Je nachdem ob ich allein bin oder mit anderen, würde ich noch ein Gesellschaftsspiel mitnehmen. Manchmal wäre es doch auch schön, einfach eine einsame Insel zu haben, sich zurückziehen zu können und von niemandem gestört zu werden. Was ich mir dann wohl doch wünschen würde, wäre der Komfort von zu Hause.
Welche Superkraft würdest du gerne besitzen?
Dass ich Frieden für die ganze Welt schaffen und die Ressourcen gerecht verteilen könnte. Ich würde uns die «Superkraft» Sensibilität wünschen, dass wir rechtzeitig spüren, wenn es uns nicht gut geht und wir Gegensteuer geben könnten. Unsere Gesundheit ist doch einfach das Wichtigste, was wir haben. Ich habe gelernt, achtsam damit umzugehen.
Welche Geschichte aus der Bibel beeindruckt dich?
Vielleicht die Geschichte von Maria und Martha. Martha nimmt Jesus in ihr Haus auf. Während Maria Zeit hat, ihm zuzuhören, arbeitet Martha und kümmert sich um die Bewirtung. Sie hat keine Zeit für Jesus' Ausführungen. Für mich selbst nehme ich aus dieser Geschichte mit, dass ich manchmal einfach die Gnade haben muss, die Arbeit, Arbeit sein zu lassen und mir Zeit für anderes zu nehmen.
Für die Zukunft der Kirche wünsche ich mir, …
… dass die Menschen wieder mehr spüren, dass die Kirche eigentlich für sie da ist und nicht, dass sie denken, es sei ihre «Pflicht» in die Kirche zu gehen. Die Menschen sollen sich unterstützt und getragen fühlen. Dies bedingt, dass die Kirche die Menschen dort abholen kann, wo sie sind. Wir müssen zeigen, dass Kirche nicht nur Gottesdienst ist, sondern, dass wir daraus viel Kraft schöpfen können und Unterstützung erhalten.
Die Texte und Fotos für diese Porträts hat Fabio Brändle gemacht. Fabio ist während seines vierwöchigen Praktikums in der Kommunikationsabteilung des Bistums in den Ordinariatsalltag eingetaucht, hat die Mitarbeitenden kennengelernt und interviewt. Wir danken Fabio für seinen Einsatz und sein Interesse.
