Renato, du bist Sekretär bei der bischöflichen Kanzlei im Bistum St. Gallen – mit was beschäftigst du dich in deiner Arbeit?
Meine Arbeit ist sehr vielfältig und das gefällt mir. Ich bin zuständig für die gesamte Planung der Firmungen im Bistum, für die Pfarramtlichen Gelder und Kollekten, für das bischöfliche Vorarchiv. Ich mache die Stellvertretung des Bischofssekretärs, organisiere interne und externe Anlässe wie den Festtag des geweihten Lebens für die Ordensleute im Bistum und die zentrale Firmspendung. Dann bin ich im Team mitverantwortlich für die Betreuung der Bistumswebsite, erstelle Protokolle in Arbeitsgruppen und Kommissionen, bin Reliquienverwalter und Stellvertreter bei den Dispens- und Konversionsgesuchen, sowie Ehedokumenten. Dazu kommen noch einige Tätigkeiten, die manchmal mehr und manchmal weniger Aufwand bedeuten.
Was ist deine Lieblingsbeschäftigung ausserhalb deiner Arbeit?
Ich besitze einen Garten und da geht einem die Arbeit nicht aus. Ebenfalls bin ich oft mit dem E-Bike unterwegs oder unternehme einen Ausflug in die Berge. TaiChi ZEN hilft mir, meinen inneren Sturm zu beruhigen.
Was nimmst du auf eine einsame Insel mit?
Eine Überraschungsbox mit einer Überraschung für jeden einzelnen Tag. Einfach, dass keine Langeweile aufkommt. Und nebst einer kleinen Bibel das Buch Robinson Crusoe. Wer weiss, vielleicht brauche ich noch nützliche Tipps auf dieser einsamen Insel.
Welche Superkraft würdest du gerne besitzen?
Früher besass ich mal einen Zauberkasten. Da habe ich versucht, verschiedene Zaubertricks vorzuführen. Es wäre cool, wenn ich zwischendurch mal richtig zaubern könnte. Ich hätte da schon noch einige Ideen, was ich wegzaubern könnte.
Welche Geschichte aus der Bibel beeindruckt dich?
Der Sturm auf dem See. Die Jünger waren wegen dieses gewaltigen Sturms völlig verzweifelt und dachten, sie gehen nun zugrunde. Sie weckten Jesus, der mit ihnen im Boot war, und baten ihn, sie zu retten. Wenn es mal Grund zum Zweifeln gibt, denke ich an diese Geschichte, an die zweifelnden Jünger vor 2000 Jahren. Das hilft mir, meine Furcht gelassener zu nehmen. So soll sich auch die Kirche im Sturm bewegen können und handlungsfähig bleiben.
Für die Zukunft der Kirche wünsche ich mir ...
… eine anpassungsfähige Kirche, welche die Zeichen der Zeit erkennt und es schafft, die Menschen zu begeistern. Es ist gut möglich, dass es dazu neue Formen von Gottesdiensten und Zusammenkünften braucht.
Die Texte und Fotos für diese Porträts hat Fabio Brändle gemacht. Fabio ist während seines vierwöchigen Praktikums in den Ordinariatsalltag eingetaucht, hat die Mitarbeitenden kennengelernt und interviewt. Wir danken Fabio für seinen Einsatz.
