«Die Tage sind sehr eindrücklich. Ich sitze beim Essen immer wieder mit anderen Bischöfen zusammen und kann alle meine Sprachkenntnisse bestens nutzen. Die neuen Bischöfe aus Afrika und Asien haben ihren eigenen Kurs, der gleichzeitig stattfindet. Zwei Tage verbringen wir zusammen. Damit alle Platz finden, treffen wir uns in der grossen Aula der päpstlichen Universität Urbaniana. Die Vorträge, die wir bis jetzt gehört haben, sind zum Teil ausserordentlich spannend, zum Beispiel jener von Kardinal Aveline von Marseille (ein persönliches Zeugnis über das Bischof-Sein) und der von Monsignore Fisichella, dem Verantwortlichen für das Heilige Jahr (über die Hoffnung). Die Vorträge werden in verschiedenen Sprachen gehalten, und es gibt eine Simultanübersetzung in die grossen Weltsprachen (Deutsch gehört nicht dazu). Aus dem DACH-Raum sind wir dritt: Bischof Klaus Krämer von Rottenburg-Stuttgart, Weihbischof Johannes Freitag von Graz-Seckau und ich. Mit dem Bischof von Oslo, einem Bischof aus den Niederlanden und dem deutschstämmigen Weihbischof von Nowosibirsk in Russland gibt's auch Gespräche auf Deutsch. Wir sind im Collegio di San Paulo Appstolo etwa 10 Autominuten vom Vatikan entfernt untergebracht. Dieses riesige Haus wurde vor 60 Jahren für die Priesterausbildung für die Missionen gebaut und dient auch heute noch diesem Zweck. Gestern, am Fest von Maria Geburt, feierten wir Eucharistie mit Kardinal Schönborn in Santa Maria Maggiore. Bei diesem Gottesdienst waren wir zusammen mit den neuen Bischöfen aus Afrika und Asien. Der krönende Abschluss des Kurses wird am kommenden Donnerstag die Begegnung mit Papst Leo sein.»
Foto der Vierergruppe: v.l. Weihbischof Johannes Freitag von Graz-Seckau, Bischof Beat, Bischof Klaus Krämer von Rottenburg-Stuttgart, Bischof electus Ronald Cornelissen von Groningen-Leeuwarden (Niederlanden)





