Pascal, du bist im Bistum für den Bereich SeelsorgePlus zuständig. Womit beschäftigst du dich in deiner Arbeit?
SeelsorgePlus ist ein Fachbereich, der einerseits beratend zur Seite steht und Coachings anbietet für Pfarreien, wenn es um die Frage des Umgangs mit beeinträchtigen Menschen in der Seelsorge geht. Andererseits gestalte ich selbst auch Gottesdienste und Angebote sowie Seelsorge-Gespräche für Menschen mit Beeinträchtigung und für Gehörlose. Ich bin auch mit verschiedenen Institutionen für Menschen mit einer Beeinträchtigung in Kontakt, bei denen ich Gottesdienst feiere – zum Teil auch mit meiner reformierten Kollegin. Ich führe auch Seelsorgegespräche mit Bewohnern von Wohngruppen.
Ich habe für allgemeine Anliegen ein offenes Ohr oder komme auch ins Spiel, wenn jemand ein Sakrament gespendet haben will. Beispielsweise bespreche ich mit Eltern eines beeinträchtigen Kindes, wie es das Firmsakrament erhalten kann und welche Form angemessen erscheint – etwa ob gemeinsam mit der Gemeinde oder mit anderen Familien mit Kindern mit einer Beeinträchtigung
Was ist deine Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit.
Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, mit meiner Frau und meinen zwei Töchtern. Wir machen gerne Ausflüge. Hin und wieder lese ich ein gutes Buch oder schaue eine gute Sendung im TV, besonders historische Beiträge interessieren mich.
Was nimmst du auf eine einsame Insel mit?
Meine Familie, gute Bücher – im Alltag komme ich leider zu selten zum Lesen – Farbstifte und Papier für meine Töchter und Gesellschaftsspiele.
Welche Superkraft würdest du gerne besitzen?
Gedankenlesen. Dadurch könnte ich besser die Bedürfnisse meiner Mitmenschen einschätzen und gezielter handeln. Zudem könnte ich die Gemütslagen meiner Gesprächspartner dadurch besser wahrnehmen und dementsprechend reagieren.
Welche Geschichte aus der Bibel beeindruckt dich?
Eine Geschichte, die mir sehr oft in den Sinn kommt, ist die Abraham-Geschichte. Die Geschichte über seinen Auszug in die Wüste, bei dem er alles hinter sich lässt und einfach der Stimme Gottes folgt. Abraham beweist in der Geschichte viel Mut. Ich finde das sehr faszinierend. Ich bin ein Kopfmensch und mache mir manchmal zu viele Gedanken. Den Mut zu haben, etwas einfach zu tun, ohne sich Sorgen über die Konsequenzen zu machen, beeindruckt mich.
Für die Zukunft der Kirche wünsche ich mir…
… eine grosse Offenheit für alle Menschen. Egal wie man ist oder welche Herkunft man hat: Alle sollen in der Kirche ihren Platz finden.
Die Texte und Fotos für diese Porträts hat Fabio Brändle gemacht. Fabio ist während seines vierwöchigen Praktikums in den Ordinariatsalltag eingetaucht, hat die Mitarbeitenden kennengelernt und interviewt. Wir danken Fabio für seinen Einsatz.
