Die Preisverleihung fand in der Italienischsprachigen Katholischen Mission in Bern statt. Zu den Gästen zählten die Preisträgerinnen, der Generalsekretär der SBK Davide Pesenti, Weihbischofs von Basel Josef Stübi sowie von rund 30 weitere Geladene.
Luca Nicola Panarese, Chefredakteur der italienischsprachigen Zeitschrift der Katholischen Mission «Insieme» führte durch den Abend. In Abwesenheit des Jurypräsidenten Davide Adamoli, richtete Generalsekretär Davide Pesenti seine Worte ans Publikum. Von rund 40 Bewerbungen aus allen Sprachregionen war die Rede, von der Aufgabe der Jury, die aus Beträgen von grosser Vielfalt und Tiefe, eine Auswahl zu treffen hatte. Dies zeigt auch, dass für die Kirche journalistische Qualität und Kreativität von Bedeutung sind.
Als nächstes ging das Wort an Weihbischof Stübi. Seine Laudatio zu Ehren der drei Prämierten begann mit dem Social-Media-Preis und den Beiträgen von Eveline Strübi, die via Instagram authentisch über ihre Long-Covid-Erkrankung und die Rolle des Glaubens in diesem Kampf berichtete. Bischof Strübi betonte, wie «wichtig und aussagekräftig persönliche Erfahrungsberichte jenseits von Statistiken und Untersuchungsberichten» sind. Die Preisträgerin Eveline Strübi überraschte die Gäste gleich mit einem live performten Poetry Slam.
Der Sonderpreis geht an Anaïs Reichard, Malika Schaeffer und Sophie Martin für die elegante Kombination von Print und Video in Form einer Weihnachtszeitschrift und ihrem Ableger auf YouTube. Die Zeitschrift, die an 6'000 Familien im Kanton Waadt verteilt wird, erreicht über die katholische Bevölkerung hinaus ein breites Publikum. Josef Stübi lobte das «niederschwellige und ansprechende» Format, welches «Erwachsene und Kinder durch die Adventszeit mit seinen Traditionen und Symbolen hin zum Weihnachtsfest» führt. Der Redaktion gelang es, «den Inhalt von Advent und Weihnachten den Menschen nahezubringen. Vor dem Hintergrund der «soziologischen Entwicklung unserer Gesellschaft» ist im Speziellen das filmische Glaubenszeugnis eines jungen Mannes, Protagonist einer Episode, besonders «beeindruckend und berührend». Weihbischof Stübi lobt darin die Sensibilität, mit der diese Botschaft dokumentiert wurde.
Der Hauptpreis ging an Petra Rothmund der «Radiotelevisiun Svizra Rumantscha» (RTR) für ihren Dokumentarfilm «Cumià e cuminanza – Abschied und Gemeinschaft», der zeigt, wie wichtig es ist, individuell und gemeinsam Abschied von Mitmenschen zu nehmen. Ein sensibles Thema in einer zunehmend individualistischen Gesellschaft. In seiner Laudatio erinnerte Josef Stübi an «die würdevolle Bestattung von Toten ein zentrales Kennzeichen des christlichen Glaubens und Barmherzigkeit». Basierend auf «der Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben und auch vor dem menschlichen Körper» ist die «würdevolle Bestattung der Toten Ausdruck der Hoffnung, dass «der Tod nicht das letzte Wort hat».
Petra Rothmund: cumià e cuminanza - Abschied und Gemeinschaft
Anaïs Reichard, Malika Schaeffer, Sophie Martin: Les Sacrements: Devenir catholique
Eveline Strübi: Lebenamnullpunkt
