Viel Wohlwollen gespürt

18.04.2006
Sabine Rüthemann

Rund 1400 Menschen aus allen Dekanaten des Bistums St. Gallen haben sich am Ostermontag zum Dank- und Begegnungsfest mit Bischof Ivo Fürer getroffen – im Gottesdienst in der Kathedrale und beim anschliessenden Empfang im Pfalzkeller.

Fast elf Jahre leitet Bischof Ivo Fürer nun das Bistum St. Gallen. Mit der Weihe seines Nachfolgers wird diese Aufgabe zu Ende gehen. Wann genau der Zeitpunkt gekommen ist, ist noch unklar.

Im Gottesdienst sprach Bischof Ivo darüber, was für ihn Dank und Begegnung bedeutet (siehe nächsten Beitrag). Sein Dank richtet sich in erster Linie an Gott, so wie es auch in der Lesung aus dem 1. Korintherbrief zum Ausdruck kam: „Durch die Gnade Gottes bin ich was ich bin.“ Gott habe ihm manches geschenkt, vor allem den Drang, sich der Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen, Freude am Glauben, Interesse an de Kirche und den Wunsch, einen kirchlichen Beruf zu ergreifen. Dankesworte des Bischofs gab es auch für das so zahlreich anwesende Volk Gottes: „Sie haben mich nicht widerwillig ertragen, sondern mir viel Wohlwollen entgegengebracht.“

Dieses Wohlwollen war in den vielen Dankesworten deutlich spürbar. Vertreterinnen und Vertreter aus allen Dekanaten hatten Fürbitten für Bischof und Bistum gestaltet und sie übergaben Ivo Fürer kleine, für ihre Region typische Geschenke (im Bild die Vertreterin des Dekanates Gossau). Im Namen der Dekanate und der Dekanenkonferenz erhielt der Bischof ein Bild mit typischen Wahrzeichen der Regionen.

Rat angenommen

Mit Bischof Ivo habe man immer ein gutes Einvernehmen gefunden, sagte Hardy Notter, Präsident des Administrationsrates. Es gebe Bischöfe die Mühe hätten mit demokratisch gewählten Einrichtungen wie Kirchenverwaltungsräten oder eben den Behörden des Katholischen Konfessionsteils. Zu ihnen gehöre Bischof Ivo sicher nicht. Josef Wirth, Präsident des Priesterrates bezeichnete das II. Vatikanische Konzil als vermutlich prägendstes Ereignis im Leben des Bischofs. Es habe zur vom damaligen Bischofsvikar Ivo Fürer präsidierten Synode 72 geführt. Eine Frucht daraus seien die diözesanen Räte gewesen. Seither gehören Priesterrat, Rat der hauptamtlichen Laienseelsorgenden und der Seelsorgerat zu den festen Einrichtungen des Bistums St. Gallen. „Wir danken dir, dass du als Bischof mit den Räten zusammengearbeitet hast, dass du auf uns gehört und uns in deine Entscheidungen einbezogen hast“, sagte Josef Wirth. Als kostbarste Früchte dieser Zusammenarbeit nannte er das Bistumsprojekt „He! Was glaubst Du?“, die Einführung der Firmung ab 18 und die Errichtung von Seelsorgeeinheiten. Bischof Ivo habe die Frauen in allen Gremien des Bistums eingesetzt und verantwortlich mitwirken lassen, betonte Alex Hautle, Präsident des Seelsorgerates. „Sie sind der erste Bischof, der leitende Funktionen im Bistum gleich mit mehreren kompetenten Frauen besetzt hat.“

„Einer von uns“

Generalvikar Josef Rosenast sprach im Namen des engeren Mitarbeiterstabs von Bischof Ivo Fürer. „Als deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wussten wir Dein grosses Vertrauen zu schätzen, mit dem Du die zahlreichen Aufgaben eines Bischöflichen Ordinariates delegiert hast“, sagte er und ergänzte: „Dennoch warst und bist du immer einer von uns, nimmst Rat entgegen und stehst selber mit Rat und Tat zur Seite.“ Bischof Ivo war es immer ein Anliegen, die Türen der Bischofswohnung offen zu halten für Gäste, für einfache und berühmtere, für kirchliche Insider und für eher Aussenstehende. Um die 1000 Gäste pro Jahr sind es gewesen, die am Tisch von Bischof Ivo gegessen und über Gott und die Welt diskutiert haben. Ein spezielles Dankeschön richtete der Generalvikar an die beiden Menzinger-Schwestern Paula und Lucas-Maria, die mit der Bewirtung dieser kirchlichen Grossfamilie viel Arbeit zu bewältigen hatten.

Etwas von dieser Offenheit und Gastfreundschaft des Bischofs wurde nach dem Gottesdienst beim Empfang im Pfalzkeller spürbar, wo Bischof Ivo Fürer sich sichtlich darüber freute, „seinem“ Volk Gottes ganz persönlich zu begegnen.

Presseschau und Beitrag von www.kath.ch:
www.kath.ch/index.php?&na=11,0,0,0,d,58275

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