Medienmitteilung Schweizer Bischofskonferenz

03.09.2004

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat vom 30. August bis 1. September ihre 265. Versammlung im Priesterseminar der Diözese Sitten in Givisiez (FR) gehalten. Fragen zur Eucharistie waren ein Thema. Weiter das Jugendtreffen mit Papstbesuch und die eidgenössischen Abstimmungen vom 26. September.

Die zahlreichen – sehr auseinander gehenden – Reaktionen nach der Veröffentlichung des römischen Dokumentes „Redemptionis Sacramentum“ haben das Interesse an der Eucharistie, der Liturgie und am ökumenischen Weg gezeigt, aber auch die Notwendigkeit einer Vertiefung des Geheimnisses der Eucharistie. Es ist klar geworden, dass mehr gefordert ist als eine Liste von Verboten, damit die eucharistische Feier wirklich eine Feier der Kirche ist. Das Geheimnis der Eucharistie muss immer wieder neu entdeckt werden, auch in seiner ökumenischen Dimension.

Seit mehreren Jahren arbeiten die Bischöfe an einem Dokument über die Fragen bezüglich Liturgie und Amt, das nächstens veröffentlicht wird.

Die Bischöfe danken für alle bereits eingeleiteten Initiativen, diese Fragen auf eine aufbauende Weise anzugehen. Das Jahr 2005 ist – wie Papst Johannes Paul II. angekündigt hat – ein Jahr der Eucharistie und in der Schweiz auch ein Jahr der Priesterberufungen. Die Bischöfe sehen darin eine besondere Gelegenheit, diese zentralen Fragen unseres Glaubens in Zusammenarbeit mit allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern zu vertiefen. Dazu bereiten die Bischöfe für den Herbst eine Botschaft an alle Seelsorgerinnen und Seelsorger vor.

Nationales katholisches Jugendtreffens und Besuch von Papst Johannes Paul II. Die Reaktionen auf das 1. Nationale katholische Jugendtreffen (RNJC) und auf den Besuch von Johannes Paul II. sind immer noch sehr gegenwärtig. Im Beisein der Verantwortlichen des Organisationskomitees (Pierre-Yves Maillard, Olivier Dinichert und Alexandre Praz) haben die Bischöfe ihre Eindrücke über diese bedeutenden Tage vom vergangenen Juni ausgetauscht. Die Evaluation der RNJC wurde von den verschiedenen Vorbereitungsgruppen durchgeführt. Diese Gruppen bestehen vorwiegend aus Jugendlichen. Die Evaluation ermöglicht einen Blick in die Zukunft. Eine permanente gesamtschweizerische Koordination über die Aktivitäten der Jugendlichen könnte eigens errichtet werden, um damit der Jugendseelsorge in den verschiedenen Diözesen, Organisationen, Bewegungen und Gemeinschaften Impulse zu geben und den Zusammenhalt zwischen allen zu fördern. Überlegungen dazu sind in diesem Sinne bereits im Gange.
Als erste konkrete Folge des Jugendtreffens wird nächstens ein Internet-Portal der katholischen Schweizer Jugend unter der Adresse http://www.steh-auf.ch starten.

Finanzen

Im Übrigen haben die Verantwortlichen für die Finanzen der RNJC und des Papstbesuches den Bischöfen die provisorische Bilanz des Anlasses mitgeteilt. Einige Eingänge und Rechnungen sind noch hängig. Das Defizit beträgt ungefähr 900 000 Franken bei einem Aufwand von rund 3.5 Mio. Franken. Die definitive Bilanz wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Um die Kosten des Anlasses zu decken, sind zahlreiche Spenden bei den Organisatoren eingetroffen. Die Bischöfe bedanken sich bei allen Spenderinnen und Spender und rufen nun alle Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz auf, ein weiteres Mal ihre Grosszügigkeit zu zeigen. Für 14 000 Jugendliche (am Samstag) und für 70 000 Menschen (am Sonntag) war das Wochenende vom 5. und 6. Juni ein unvergessliches Ereignis, das echt dazu beiträgt, die Kirche in der Schweiz aufzubauen. Zahlreich waren auch diejenigen, die diese beiden Tage am Radio oder Fernsehen miterlebt haben. Wer eine Spende schicken möchte, kann dies an das folgende Postkonto senden: CCP 17-267188-9, „Rencontre nationale des jeunes catholiques, Fribourg“. Schon jetzt sei ein grosses Dankeschön gesagt!

Erinnerungs-DVD

Der Papstbesuch in Bern wird noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. Um dieses bedeutende Ereignis noch einmal zu erleben, wurde eine Erinnerungs-DVD realisiert und zwar in drei Sprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch). Sie ist unter folgender Adresse erhältlich: Katholischer Mediendienst, Postfach 147, CH-8027 Zürich – Tel.: 044 204 17 70 – Fax: 044 202 49 33 – E-Mail: mediendienst@kath.ch; oder per Internet: http://www.kath.ch/mediendienst/papstdvd.php?la=d.

Eidgenössische Abstimmungen vom 26. September

Die Schweizer Bischöfe sind der Meinung, dass die Projekte, über die das Schweizer Volk am kommenden 26. September zu entscheiden hat – also über die Mutterschaftsversicherung und über die erleichterte Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländer der 2. und 3. Generation – sich sinngemäss in die Linie ihres Engagements für die Familie und für die Integration von Ausländern einfügen.

Sie sehen insbesondere in der Mutterschaftsversicherung einen ersten willkommenen Schritt, der – so hoffen sie – ein Auftakt von konkreten und mutigen Beschlüssen sein wird im Bereich der Familienpolitik (Unterstützung von Familien mit mehreren Kindern, usw.). Sie verweisen auf die beiliegende Stellungnahme (http://www.kath.ch/sbk-ces-cvs/pdf/Pdp_assmat_04_JP_d.pdf), die von ihren Fachkommissionen („Justitia et Pax“, „Frauenkommission“ und „Ehe und Familie“) verfasst wurde .

Bezüglich der zwei Sachfragen zu den Einbürgerungen, die auch eine Antwort auf den Einsatz der Kirche für die Einwanderer sind, verweist die SBK auf die Stellungnahme der Caritas Schweiz, die in Kürze veröffentlicht wird.

Ernennungen

Die Bischöfe haben Professor Martin Klöckener (Freiburg) zum Mitglied der Theologischen Kommission ernannt. Martin Klöckener, Doktor in Theologie, ist Direktor des Institutes für Liturgiewissenschaft an der Universität Freiburg und Autor von zahlreichen Publikationen.

Sie haben Thomas Ruckstuhl (Freiburg) zum Mitglied der Evangellisch/Römisch-katholischen Gesprächskommission der Schweiz (ERGK) ernannt. Der Priester Ruckstuhl, Doktor in Theologie (Ekklesiologie), ist Verantwortlicher für die Theologie-Studenten im Salesianum in Freiburg.

In Kürze

Die Bischöfe haben die neuen Statuten der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz (DOK) approbiert. Die DOK ist ein Organ bestehend aus den Bischöfen, Generalvikare und Bischofsvikare der Diözesen der Deutschschweiz, dem Abt des Klosters Einsiedeln sowie den Vertretern der Diözesen Sitten und Lausanne, Genf und Freiburg. Dieses Organ behandelt sprachregionale Angelegenheiten oder Aufgaben, die von der SBK vergeben werden.

Sie haben Mgr Paul Vollmar beauftragt, als Vertreter der SBK an der Bischofssynode über die Eucharistie teilzunehmen, die vom 2. bis 29. Oktober 2005 in Rom stattfinden wird.

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